Der November war durch die Fortführung der Berichtssaison für das dritte Quartal geprägt, konnte aber ansonsten kaum mit großen Überraschungen aufwarten. Das Gros der Marktteilnehmer schaut aktuell gebannt nach Buenos Aires, wo Anfang Dezember der diesjährige G20-Gipfel stattfindet, von dem man sich in manchen Punkten mehr Klarheit (Klimaschutz, Ermordung Kashoggis) und die Beilegung diverser Streitigkeiten erhofft (Handelskrieg USA/China, Vorfälle auf der Krim).

Die Fed hat das Zinsniveau in den USA vorerst nicht weiter angehoben und in der Bandbreite von 2 – 2,25% belassen. Damit blieb sie zwar auf einer Linie mit den Vorstellungen des US Präsidenten Donald Trump, allerdings bleibt zu bezweifeln, dass seine Kritik an weiteren Zinsanhebungen Einfluss auf die Entscheidungsfindung der Fed hatte. Ganz im Gegenteil werden immer mehr Stimmen laut, die den Präsidenten für seine versuchte Einflussnahme auf die Zinspolitik der Vereinigten Staaten kritisieren, da sie dadurch die Unabhängigkeit der Notenbank bedroht sehen. Auch in der Eurozone bleiben die Zinsen weiterhin auf dem tiefsten Stand seit ihrer Gründung. Die Beweggründe dafür sind hinreichend bekannt, es bleibt jedoch offen, wie das Maßnahmenpaket aussehen wird, sollte die Wirtschaft weiter abflauen.

Im Währungsbereich waren die Schwankungen durchaus etwas heftiger als am Aktienmarkt und lagen vom Höchst- zum Tiefststand bei ca. 2,5% im Währungspaar EUR/USD. Das Monatsergebnis belief sich jedoch schlussendlich nur noch auf knapp -0,2%. Wir haben unsere grundlegende Absicherung auf den USD daher beibehalten. Angesichts der Schwankungen im Aktienbereich tätigten wir mehrere Stillhaltergeschäfte. Unter anderem nutzten wir die Schwankungen der Abbvie Aktie, um mehrfach nacheinander Short Puts zu schreiben und vor Laufzeitende mit Gewinn wieder zurück zu kaufen. Auch den Short Put auf die Münchner Rückversicherung schlossen wir mit positivem Optionsprämienbeitrag.

Auf der Anleihenseite trennten wir uns mit erfreulichem Gewinn von der Bundesanleihe mit Endfälligkeit 2031, um Gelder für anderweitige Investments freizusetzen. Die bestehende USD-Position stärkten wir durch den Ausbau einer entsprechenden Anleiheposition.

Unser Netto-Aktienexposure haben wir etwas ausgeweitet und durch den Zukauf von zwei europäischen Einzeltiteln gestärkt:den Deutschen Autovermieter Sixt, welcher der breiten Bevölkerung wohl am ehesten durch seine satirisch offensiven Werbeaktionen ein Begriff ist und den österreichischen Spezialisten für Ausrüstung und Dienstleistungen bei Wasserkraft und Zellstoffverarbeitung Andritz. Für Sixt entschieden wir uns aufgrund von soliden Fundamentalzahlen und einer damit erwarteten zukünftigen Kurssteigerung nebst attraktiven Dividendenrendite. Andritz bietet uns angesichts einer länger anhaltenden Seitwärtsentwicklung, nahe deren unterem Ende wir uns momentan befinden, eine attraktive Tradingchance. Unser Investmentfokus wird weiterhin international ausgerichtet bleiben, um für uns attraktiv erscheinende Investmentopportunitäten ergreifen zu können.

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